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Der Allensbacher Vorbericht...
...zum Schlüsselspiel gegen Ketsch

Schlüsselspiel gegen Ketsch

 

SV Allensbach im entscheidenden Spiel um sicheren Klassenerhalt gegen TSG Ketsch

 
SV Allensbach - TSG Ketsch (Samstag, 19.30 Uhr, Reisenberghalle). - „Wenn wir im Schlüsselspiel gegen Ketsch so spielen, mache ich mir keine Sorgen", sagte die Allensbacher Trainerin Jenny Wiedenmaier nach der ebenso hochklassigen wie überraschen engen Begegnung beim Tabellenführer der HSG Bensheim-Auerbach. Nur knapp schrammte der SV Allensbach dort an einem Punktgewinn vorbei. Das Spiel gegen Ketsch – das ist es, was den Allensbacherinnen schon länger in den Köpfen herumspukt. Denn heute bietet sich ihnen die Möglichkeit den Relegationsplatz zu verlassen und zum ersten Mal seit dem zehnten Spieltag wieder einen gesicherten Tabellenplatz belegen.
 
Ketsch hat derzeit einen Punkt mehr, doch hat der SVA noch den ein oder anderen Trumpf im Ärmel. Nicht nur verfügen die Gastgeberinnen über das bessere Torverhältnis, sie haben auch das leichtere Restprogramm. Die TSG Ketsch muss an den nächsten Spieltagen noch gegen die Aufstiegs- und Play-off-Kandidaten Nellingen, Bad Wildungen und Bensheim-Auerbach ran, Allensbach ist in keiner seiner verbleibenden Partien chancenlos. Sowohl in Metzingen und Zwickau als auch zuhause gegen Beyeröhde sind durchaus Punkte drin.
 
Doch Restspielplan hin Torverhältnis her – es hilft nichts: „Wenn wir heute verlieren, wird’s eng", sagt der Allensbacher Manager Manfred Lüttin. „Das ist eine Begegnung mit Endspielcharakter." Manfred Lüttin findet also deutliche Worte für die Wichtigkeit des Spiels, redet nicht um den heißen Brei herum, weil er weiß, dass seine Mannschaft das verkraftet. Seit Jenny Wiedenmaier und Sonja Pannach gemeinsam das Traineramt bekleideten, spiele das Team mit „Selbstvertrauen, Mut, Engagement und Glaube an die eigenen Fähigkeiten".
 
Der Ketsche Trainer Tom Löbich vermeidet solche Endspiel-Vokabeln vorerst noch. Doch auch er ist sich der Situation bewusst: „Wir brauchen aus den letzten vier Partien jeden Punkt", sagt der Trainer, der, ähnlich wie beim SV Allensbach geschehen, erst Mitte der Saison zu seinem Amt kam. Nun fungiert er als Interimstrainer und auch Spielertrainerin Steffi Trunk hat auf der Ketscher Bank ein Wörtchen mitzureden.
 
Neben den Trainerentlassungen gibt es weitere Parallelen zwischen den beiden badischen Mannschaften: Beide bleiben hinter ihren Erwartungen zurück und beide attestieren sich gegenseitig mehr Potential zu haben, als ihr Tabellenplatz aussagt. Man nimmt sich also ernst vor dem so wichtigen Spiel im Kampf um den Klassenerhalt, das in Sachen Relegation zumindest für eine Vorentscheidung sorgen wird – wenn nicht sogar mehr.
 
Denise Heinemann

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